Mediation versus Gerichtsverfahren

Was bedeutet Mediation und wann sollte man sie zur Konfliktlösung erwägen?

Mediation ist die Beilegung von Konflikten durch Vermittlung einer neutralen Person ohne Entscheidungsbefugnis, den Mediator. Es ist ein Verfahren zur konstruktiven Konfliktlösung. Die beteiligten Personen erkennen an, dass sie Probleme miteinander haben, dass sie darüber einstimmen, dass die Streitpunkte gelöst werden müssen und Bereitschaft besteht, sich auf einen Weg einzulassen, der zu einer konstruktiven Lösung des Konflikts führen soll.

Ziel es eine tragfähige Lösung, die die Beteiligten gemeinsam entwickeln, die zukunftsorientiert ist und ein faires Miteinander ermöglicht.

Ungelöste Konflikte führen zu betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Schaden. Statistische Erhebungen belegen, dass über mehrere Stunden in der Woche eine Beschäftigung mit Konflikten stattfindet. Zu beachten ist, dass es auch zu erheblichen Fehlzeiten durch derartige Konflikte durch anschließende Arbeitsunfähigkeit kommt. Es kommt zu einer erheblichen Reduzierung von Fehlzeiten, wenn das Arbeitsklima sich verbessert und Konflikte ausgeräumt werden.

Im Vergleich zu einer juristischen Auseinandersetzung ist die Mediation kostengünstiger, schneller und führt auch zu einer dauerhaften Problemlösung. Die gerichtliche Entscheidung löst regelmäßig nicht den zugrunde liegenden Konflikt.

Konfliktlösung durch Mediation sollte daher in jedem Unternehmen eine Option sein.

Dr. Markus Dönneweg

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Mediator